Digitales Tool zur Identifizierung von Stereotypen bei Karriereentscheidungen

Willkommen beim Self-Assessment Tool, das Ihnen helfen soll, bewusste und unbewusste geschlechtsspezifische Vorurteile zu erkennen, die sich möglicherweise auf Ihre beruflichen Entscheidungen auswirken könnten. Dieses Instrument ist Teil des Bildungsprojekts “GUIDE – Upgrading the skills of professionals for gender sensitive career guidance” das darauf abzielt, junge Erwachsene und Jugendliche in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen, die auf ihren Interessen und Fähigkeiten und nicht auf gesellschaftlichen Erwartungen oder gar Vorurteilen basieren.

Bias bedeutet so viel wie Voreingenommenheit. Es gibt explizite, also die bewussten und die impliziten, unterbewussten, Vorurteile. Im Rahmen dieses Tools werden wir auf beide Dimensionen eingehen.

Explizite Vorurteile sind unsere bewussten Überzeugungen und Einstellungen, die unsere Wahrnehmungen und Handlungen beeinflussen können. Die Selbsteinschätzung, die Sie nun durchführen werden, wird Ihnen Einblicke in Ihre expliziten Vorurteile in Bezug auf Geschlechterstereotypen bei der Berufswahl geben.

Implizite Vorurteile hingegen sind unbewusste Assoziationen oder Stereotypen, die wir aufgrund gesellschaftlicher Einflüsse möglicherweise unbewusst hegen. Wir sind uns bewusst, dass diese impliziten Vorurteile Ihre beruflichen Entscheidungen erheblich beeinflussen können. Daher möchten wir an dieser Stelle auf den Implicit Bias Test der Uni Harvard verweisen. Dieser Test ist eine Möglichkeit, Ihre impliziten Vorurteile zu bewerten und zu reflektieren.

Dieses Selbsteinschätzungsinstrument ist nur der erste Schritt, um die erste Schicht Ihrer geschlechtsspezifischen Vorurteile zu erkunden. Aus diesem Grund sind die Fragen stereotyp formuliert. Wenn Sie ehrlich antworten, erhalten Sie und Ihr Berufsberater Einblicke in explizite Vorurteile, die Ihre beruflichen Entscheidungen beeinflussen könnten.

Sobald Sie den Fragebogen durchgearbeitet haben, wird ein persönlicher Bericht erstellt, der Ihre Ergebnisse vorstellt. Dieser Bericht ist ein wertvolles Hilfsmittel für Berufsberater*innen, Lehrkräfte oder anderweitige Betreuer*innen, die Ihnen auf der Grundlage der festgestellten geschlechtsspezifischen Stereotypen oder Vorurteile, Ratschläge für den beruflichen Orientierungsprozess geben können. Bitte versuchen Sie, so ehrlich wie möglich zu antworten. Denken Sie daran, dass Sie nicht nach Ihren Antworten beurteilt werden, sondern dass die Ergebnisse des Selbsteinschätzungs-Tools Berufsberater*innen helfen werden, zu verstehen, wie sie Ihnen helfen können, sich berufliche so zu orientieren, dass Ihre Entscheidung auf Ihrem Potenzial und nicht auf geschlechtsspezifischen Vorurteilen beruht.

Wir hoffen, dass dieses Selbstbewertungstool und die bereitgestellten Materialien Sie dazu befähigen, vorgefasste Meinungen über geeignete Berufe, die ausschließlich auf dem Geschlecht basieren, zu hinterfragen und zu überwinden. Lassen Sie uns eine Zukunft schaffen, in der sich Menschen entsprechend ihren Interessen und Stärken und nicht auf Grundlage ihres Geschlechts beruflich orientieren.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um diese Selbsteinschätzung zu durchlaufen. Es sollte nicht länger als 10 Minuten dauern.

Alle Informationen, die im Selbsteinschätzungs-Tool angegeben und erfasst werden, werden ausschließlich von der GUIDE Projektpartnerschaft verwendet. Wir werden die persönlichen Daten einer Person nicht an Dritte verkaufen, tauschen oder weitergeben. Die Projektpartnerschaft von GUIDE respektiert die Datenschutzrechte der Nutzenden des Tools in Übereinstimmung mit der Allgemeinen Datenschutzverordnung 2016/679/EU und dem aktuellen nationalen und europäischen Rechts- und Regulierungsrahmen für den Schutz personenbezogener Daten.

Vielen Dank, dass Sie sich mit uns auf den Weg gemacht haben, um geschlechtsspezifische Vorurteile bei beruflichen Entscheidungen abzubauen.

Sorgen wir dafür, dass alle Geschlechter in die Lage versetzt werden, ihre Chancen auf der Grundlage ihrer Interessen und Fähigkeiten und nicht ihres Geschlechts zu nutzen.